Das Millionen-Dollar-Projekt: Die Islamophobie

0
958

Insbesondere nach dem 11. September ist aufgrund der ansteigenden Islamfeindlichkeit in Europa und in den USA in der westlichen Gesellschaft ein Anstieg von Diskriminierung und Feindlichkeit gegenüber Muslimen im täglichen Leben deutlich erkennbar. Aufgrund der Diskriminierung und der Vorurteile werden Muslime im Westen ständig mit neuen Hindernissen und Benachteiligungen im Arbeitsleben und im sozialen Umfeld konfrontiert.

So sehr der 11. September als Quelle des Ganzen dargestellt wird, wurden in Wahrheit die ersten Grundsteine für die Behauptung der Islam sei eine weltweite Bedrohung und die politische und ideologische Wahrnehmung der Islamophobie zu Beginn der 90er Jahre gelegt. Der ehemalige Berater des Verteidigungsministeriums der USA und politischer Wissenschaftler Samuel Huntington schrieb bereits in der Sommerausgabe 1993 der akademischen Zeitschrift „Foreign Affairs“ den Artikel „Kampf der Kulturen“, der später zu einem umfassenden Buch ausgearbeitet wurde.

Die These des Kampfes der Kulturen sieht es vor, dass es nach dem Kalten Krieg keine Ost-West-Polarisierung mehr gibt und nunmehr eigentlich Auseinandersetzungen zwischen Kulturen stattfinden wird, insbesondere zwischen der westlichen und der islamischen Kultur. Merkwürdig ist, dass es sich genau so entwickelt hat, wie es Huntington voraussah und die heutige Situation gestaltet sich genau nach seinen Thesen.

Unmittelbar nach der Veröffentlichung der These „Kampf der Kulturen“, erschien im September 1993 ein Artikel in der „The New York Times“, der den neuen „Feind“ folgendermaßen bekannt gab: „Der islamische Radikalismus entwickelt sich rasant zur größten Bedrohung für die weltweite Sicherheit und den Frieden. Es ist eine Bedrohung, so groß wie der Nationalsozialismus und der Faschismus in den 30er Jahren oder der Kommunismus in den 50er Jahren.“

Es ist zweifellos ein bedenklicher Zustand, den Islam gefährlicher und bedrohlicher anzusehen und darzustellen, als gottlose und grausame Ideologien. Das Erscheinen solcher Behauptungen in den populärsten Publikationsorganen der Vereinigten Staaten und die Aussprüche der Thesen von Huntington werfen heute einige bedeutende Fragen auf: Konnte Huntington die Zukunft wirklich so gut vorhersehen? Oder wurde zu dem Zeitpunkt, der theoretische und psychologische Grundstein für ein langwieriges und weltweites Projekt gelegt, welches den Islam zur Hauptzielscheibe der Welt macht?

Millionen Dollar werden für die Islamfeindlichkeit ausgegeben

Auch wenn es bekannt ist, dass die Islamophobie im Einwandererland USA, geringer ausgeprägt ist als in Europa, hat eine kürzlich veröffentlichte Studie jedoch belegt, dass hinter den Vorhängen islamfeindliche Organisationen eine viel größere Dimension angenommen haben.

Laut dem Bericht „The Islamophobia Network’s Efforts to Manufacture Hate in America“ (Die Bemühungen der Netzwerke für Islamophobie, um Hass in Amerika zu schüren) des Center for American Progress, wurde in den Jahren 2001-2012 insgesamt mehr als 57 Millionen Dollar finanzielle Hilfe für Organisationen geleistet, welche islamfeindliche Kampagnen durchgeführt haben. Sowohl die Namen der Organisationen, die seit Jahren jede Möglichkeit nutzen, um Hass gegen den Islam und die Muslime zu hegen, und die acht wichtigen Geldgeber werden ebenfalls in dieser Liste mit Spendenbeiträgen aufgezählt.

Mittels antiislamischer Nachrichten, Anzeigen, Werbung, Karikaturen, Filme oder Dokumentarfilme zielt die islamophobische Kampagne und Propaganda in der amerikanischen Gesellschaft darauf ab, selbst normalen Muslimen das Image des gewalttätigen Terroristen zu verpassen.

Dem Bericht zufolge machte es sich diese Kampagne zum Ziel, geführt von den Medien und einigen Politikern, das amerikanische Volk im Glauben zu lassen, Muslime wollten die USA mithilfe der Scharia regieren; entsprechende Verschwörungstheorien wurden in die Welt gesetzt. Es wird davon ausgegangen, dass diese Islamophobiekampagne bis zu den Präsidentenwahlen 2016 mit Vollgas weitergeführt wird, damit derjenige, der am besten in die Rolle des „Retters“ schlüpft, die meisten Stimmen des amerikanischen Volkes erhält und die Wahlen gewinnt. Der Inhalt der Wahlpropaganda einiger politischer Parteien besteht zum größten Teil aus dieser Islamophobiepropaganda.

Basierend auf den Forschungen von Travis Dixon, Professor der UCLA, werden Muslime in den Medien der USA öfter als Terroristen lanciert, als sie in den Berichten der FBI vorkommen. Für die Studie wurden 146 Episoden von Nachrichtenprogrammen stichprobenartig selektiert, welche durch die großen Sender und durch das Kabelnetz in den Jahren 2008-2012 ausgestrahlt wurden, und es stellte sich heraus, dass von den beschriebenen nationalen Terroristen 81% als Muslime identifiziert wurden. Den Berichten des FBI zufolge lag der tatsächliche Anteil in diesen Jahren an muslimisch geprägten nationalen Terroristen bei lediglich 6%.

Es wird schnell deutlich, dass es sich hierbei um eine beabsichtigte Hassoperation gegenüber dem Islam und die Muslime handelt, die mittels Medieneinrichtungen, Internetplattformen, Denkfabriken und politischen Plattformen systematisch verfolgt werden.

Eigentlich ist die Islamophobie nicht die Angst vor dem Islam, sondern vor dem Radikalismus

Die Wahlstrategien, die globalen Interessen, der Wunsch die Massaker gegen die Muslime zu rechtfertigen, das Ziel die Macht im Mittleren Osten zu halten und die Kontrolle über die natürlichen Ressourcen in der islamischen Welt zu erlangen, und komplexe Pläne den Mittleren Osten in ein Blutbad und Elend zu verwandeln, all das wird nur gemacht, um die Islamophobie anzufachen. Hinter dieser Plage steckt ein anderer und gravierenderer Grund. Die Plage des Radikalismus hat die islamische Welt belagert.

Leider steckt ein Großteil der Muslime aufgrund der Unwissenheit in einem Sumpf des Radikalismus, welcher als der wahre Islam angesehen wird. Der Radikalismus ist ein Aberglaube; eine verfälschte Geisteshaltung, welche die moderne Lebensweise ablehnt. Diese baut sich auf einer Synthese von verschiedenen extremistischen und bigotten Stammestraditionen und Aberglauben auf. Das Bestehen einer Gemeinschaft, die den Aberglauben anwendet anstelle des wahren Islams, welcher im Koran beschrieben ist, macht sich Aspekte wie den Krieg, die Abtrünnigkeit und Feindlichkeit gegenüber Frauen, Kunst, Wissenschaft, Ästhetik und Qualität zu eigen und versetzt somit sowohl die Muslime, als auch den Rest der Welt in Angst und Schrecken. Diese Menschen treten im Namen des Islam auf, verbieten und hassen alles Schöne und verbreiten in Gottes Namen Angst in der Gesellschaft. Es ist also absolut nachvollziehbar, dass es westlich geprägte Menschen verängstigt, wenn sie solch einer negativen und erschreckenden Lebensweise begegnen.

Der wahre Islam, so wie er im Koran steht, ist voller Liebe, Barmherzigkeit, Frieden, Brüderlichkeit, Kunst, Kultur, Kultiviertheit, Modernität, Sauberkeit und Vornehmheit, um so ein Leben auf höchstem Niveau zu gewährleisten und nur die besten Charaktereigenschaften zu vermitteln. Der Islam, so wie er im Koran beschrieben wird, steht absolut im Widerspruch zum Aberglauben und würde sogar sofortige Unterstützung und Bestätigung von dem Menschen bekommen, der die meisten Vorurteile hat, und könnte effektiv den wahren Weltfrieden herbeiführen.

Allein ein Teil dieser 57 Millionen Dollar, welche für antiislamische Kampagnen ausgegeben werden, würden ausreichen, um den wahren Islam bekannt zu machen und den Unterschied zwischen dem Islam und dem Radikalismus aufzuzeigen, um die Mentalität des Radikalismus endgültig zu eliminieren und dadurch den Terrorismus erfolgreich zu beenden. Die Tatsache jedoch ist, dass genau diese wirksame, praktische und einfache Methode im Konflikt mit den Interessen einiger Kreise steht, und das verursacht das größte Hindernis für eine Lösung.

NO COMMENTS

LEAVE A REPLY

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.