Die Wichtigkeit des Nachdenkens im Koran

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Menschen, die fundiertes Wissen über den Islam besitzen, denken sich sicherlich, wie dieser Glauben mit dem Terror in Zusammenhang gebracht wird. Und Menschen, die nicht genug Wissen über den Islam besitzen, aber es lernen möchten, wissen nicht, wo sie anfangen sollen. Der beste Weg, um beide Probleme zu lösen, ist es den Koran zu lesen. Die Quelle jeder Religion hat als Manifest das jeweilige Buch. Jegliche Anekdoten, Rituale, Empfehlungen außerhalb dieser Quellen, besitzen das Risiko von der Wahrheit abzuweichen. Der Grund, warum wir von Menschen, die sich als Muslime bezeichnen, Verhaltensweisen sehen, die der Essenz der Religion widersprechen, ist diese Unwissenheit.

Den Koran zu lesen und darüber nachzudenken ist eines der wichtigsten Pflichten. Die islamischen Länder befinden sich heute in einer Sackgasse. Auf der einen Seite der Koran, als vernachlässigtes Buch, auf der anderen Seite Überlieferungen der Vorfahren, von denen sie glauben, dass diese von Gelehrten übermittelt wurden. Die Behauptung “Ihr könnt den Koran nicht verstehen, nur Gelehrte können ihn verstehen und erklären”, hat die Menschen davon abgehalten, den Koran zur Hand zu nehmen, denn sie gingen davon aus und sagten: „Ich verstehe es sowieso nicht” , und nahmen, die von den Vorfahren entwickelte Religion an. Und wenn man zu ihnen spricht: “Befolgt, was Allah herabgesandt hat, ” sprechen sie: “Nein, wir befolgen, was wir bei unseren Vätern vorfanden.” Wie? Obgleich ihre Väter nichts wussten und nicht geleitet wären? (Sure al-Baqara, Vers 170) Allah befiehlt im Koran jedem Individuum, den Koran zu lesen und darüber nachzudenken. Das Nachdenken ist ein Gottesdienst, welches Pflicht ist.

Denkende Frau 2Obwohl in zahlreichen Versen im Koran jedes Individuum, wie folgt aufgefordert wird: “denkt nach, lernt daraus”, weiß die islamische Welt bedauerlicherweise nichts über diesen
Pflichtgottesdienst. Selbstverständlich tragen Personen, die als Gelehrte und religiöse Autoritäten angesehen werden, eine große Verantwortung, dass man über diese Pflicht in der Unwissenheit liegt. Diese Autoritäten, die für große Massen wegweisend sind, grenzen den Islam mit Religionsausübungen wie dem Kopftuch für die Frau, das Gebet, das Fasten und das Verteilen von Almosen ein. Sie deklarieren diese Gottesdienste als ausreichend. Was für eine große Verantwortung! Man muss diejenigen Fragen, die Überlieferungen vor die Pflichten der Religion setzen, weshalb sie sich trotz folgender Verse geweigert haben den Koran zu lesen. “Lies! Im Namen deines Herrn, Der erschuf“ (Sure al-Alaq, Vers 1) “Lies! Denn dein Herr ist gütig,…” (Sure al-Alaq, Vers 3) “…Und den Koran vorzutragen.” (Sure an-Naml, Vers 92) Warum haben sie das Lesen des Korans vernachlässigt, obwohl es einerseits ein Pflichtgottesdienst ist und andererseits auch vom Propheten ausgeführt wurde? Indessen sagt Allah: “Dies sind die Verse Allahs, die Wir dir in Wahrheit vortragen. „An welche Offenbarung wollen sie (also wir) denn glauben, wenn nicht an Allah und Seine Botschaft?” (Sure al-Dschathiya, Vers 6) Somit sagt Allah, meine Verse sind wahr und sie stehen im Koran. Er sagt, an welche nicht wahren Wörter außerhalb des Korans wollt ihr Glauben schenken, nachdem die wahren Verse im Koran verkündet worden sind.

Selbstverständlich muss man einen reinen Verstand besitzen, um diese Verse zu verstehen. Der mit der Überlieferungskultur verschmutzte Verstand, führt sein Leben wie ein Gewächs, wie ein Roboter, ohne nachzudenken und ohne zu hinterfragen. Wenn ein Mensch tatsächlich etwas nachdenken würde, wäre ihm seine Sorglosigkeit und Götzendienerei bewusst. “Aber nur die Verständigen beherzigen es.” (Sure Al-Imran, Vers 7), “Als Anleitung und Erinnerung für die Verständigen.” (Sure al-Mu’min, Vers 54) Allah sagt, der Koran ist die Anleitung für den Glauben. Neben dem Koran kann keine Quelle zum Glauben wegweisen. “Dies ist ein Buch, das Wir zu dir hinabgesandt haben, damit du die Menschen mit deines Herrn Erlaubnis aus den Finsternissen zum Lichte führst, auf den Weg des Mächtigen, des Preiswürdigen.” (Sure Abraham, Vers 1) In dem Vers wird der Koran als “zum Lichte führst, auf den Weg des Mächtigen, des Preiswürdigen,…” beschrieben und wieso sollten wir den finsteren Abwegen folgen? „Genügt es ihnen denn nicht, dass Wir das Buch auf dich hinabgesandt haben, damit es ihnen vorgetragen wird?“ (Sure al-Ankebut, Vers 51) Genügt der Koran den Muslimen denn nicht? “Oder etwas mehr – und trage den Koran vor, bedächtig und deutlich.“ (Sure al-Muzzammil, Vers 4) Es wird offenbart, dass der Koran in Zuflucht zu Allah vor dem Satan, sowie in einer bestimmten Reihenfolge gelesen werden soll, und wenn aus dem Koran rezitiert wird, soll man leise sein und zuhören. Das bedeutet, dass das Lesen des Korans ein Pflichtgottesdienst ist. Wie in dem Vers 44 der Sure az-Zukhruf berichtet wird, ist der Koran die einzige Quelle, für die ein Muslim zur Verantwortung im Jenseits gezogen wird. “Und bewahrt im Gedächtnis, was von der Versen Allahs und an Weisheit in eueren Häusern vorgetragen wird.” (Sure al-Ahzab, Vers 34)

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Wenn wir diesen Vers im Zusammenhang unter den heutigen Bedingungen betrachten, kommen wir zu folgendem Ergebnis: “Denken Sie daran, dass Sie den Koran, der an Ihren Wänden hängt, lesen und darüber nachdenken müssen!”. “Diejenigen, welche Allahs Buch vortragen und das Gebet verrichten und von dem, womit Wir sie versorgten, im Verborgenen und öffentlich spenden, rechnen mit einem Handel, der bestimmt nicht misslingen wird;” (Sure al-Fatir, Vers 29) Was gebietet Allah? Er sagt, dass diejenigen, die den Koran lesen und danach leben, im Jenseits dafür belohnt werden. Dieses Versprechen gilt jedoch nicht für diejenigen, die den Koran in gehäkelten Taschen an die Wände hängen oder die Religion aus Hadith Büchern lernen. Die höchste Liebe empfindet ein Muslim nur für Allah, Der ihm eine 600-seitige Botschaft geschickt hat. Ist es normal ein Leben zu verbringen ohne je die Botschaften des Liebenden gelesen zu haben?

Natürlich ist auch hier die Antwort ein „Nein“! Folglich sollten die Muslime das Nötige unternehmen, um das Buch zu lesen, für welches sie verantwortlich sind. „Ihr werdet vom Koran zur Rechenschaft gezogen werden.“ (Sure az-Zukhruf, Vers 44) Es ist erstaunlich, dass diese Personen, so sehr man sie auf die Verse aufmerksam macht, bedingt durch ihr Beharren auf Überlieferungen, versuchen die Bestimmungen der Koranverse mit Überlieferungen für nichtig zu erklären. Wenn gesagt wird „der Koran ist all umfassend“. Dann antworten diese „Ja, es ist all umfassend, aber dies und jenes steht nicht im Koran.“ Diese sind sich dessen nicht bewusst, was sie sagen und in welcher Situation sie sich befinden. Mit einem unaufrichtigen Religionsverständnis tyrannisieren sie ihr eigenes Ego. Sie denken nicht nach, benutzen nicht ihren Verstand, hinterfragen nicht und nehmen keine Ratschläge an. Denn die Überlieferungskultur hat diese Pflichten aus dem Weg geräumt. Denk nicht darüber nach, denn die Gelehrten haben dies bereits für dich getan. Benutze nicht deinen Verstand und lass dich nicht ermahnen, den unsere Ahnen haben das bereits getan. Ergebe dich und folge den Gelehrten. „Sie, denen Wir das Buch gegeben, folgen ihm, wie man ihm folgen sollte; sie sind es, die daran glauben.“ (Sure al-Baqara, Vers 121)

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Wie soll dieses Buch gebührend gelesen werden? Hier ist die Antwort: „Wollen sie denn nicht über den Koran nachsinnen?“ (Sure an-Nisa, Vers 82) „Sind fürwahr Zeichen für solche, die verstehen.“ (Sure al-Baqara, Vers 164) „So macht Allah euch die Gebote klar, auf dass ihr nachdenkt.“ (Sure al-Baqara, Vers 219) „Und er macht Seine Zeichen den Menschen klar, auf dass sie sich ermahnen lassen.“ (Sure al-Baqara, Vers 221) „Wollt ihr es also nicht beherzigen?“ (Sure an-Nahl, Vers 17) „Also macht Allah die Gebote klar für euch, auf dass ihr nachdenkt.“ (Sure al-Baqara, Vers 266) „Niemand aber will es bedenken, außer den mit Verständnis Begabten.“ (Sure al-Baqara, Vers 269) „Haben sie denn das Wort nicht bedacht?“ (Sure al-Mu´minun, Vers 68) „Wie wenig ihr bedenkt?“ (Sure an-Naml, Vers 62) „Bedenkt ihr denn nicht?“ (Sure as-Saffat, Vers 155) „Wie soll ihnen jetzt die Selbstbesinnung nützen?“ (Sure ad-Dukhan, Vers 13) „Und wir ließen es ja als Zeichen zurück. Gibt es aber jemanden, der bedenkt?“ (Sure al-Qamar, Vers 15) Sprich: „Was denkt ihr? Wenn die Strafe Allahs über euch kommt oder die “Stunde” euch ereilt, werdet ihr dann zu einem anderen rufen als zu Allah, wenn ihr wahrhaft seid?“ (Sure al-An‘am, Vers 40) Sprich: „Was wähnt ihr? Wenn Allah euer Gehör und euer Gesicht wegnähme und eure Herzen versiegelte, welcher Gott außer Allah könnte es euch wiedergeben?“ (Sure al-An‘am, Vers 46) Sprich: „Was wähnt ihr? Wenn Allahs Strafe unversehens oder offenkundig über euch kommt, wer anderes wird vernichtet werden als das Volk der Ungerechten?“ (Sure al-An‘am, Vers 47) „Wollt ihr denn nicht verstehen?“ (Sure al-An‘am, 80) „Wir haben die Zeichen bis ins einzelne dargelegt für Leute, die beherzigen mögen.“ (Sure al-An‘am, Vers 126) „Auf dass ihr ermahnt sein möget.“ (Sure al-An‘am, Vers 152) „Dies ist eins der Zeichen Allahs, auf dass sie (dessen) eingedenk sein mögen.“ (Sure al-A‘raf, Vers 26) „Die dann gottesfürchtig sind, wenn eine Heimsuchung durch Satan sie trifft, und dann sich erinnern, siehe, da beginnen sie zu sehen.“ (Sure al-A‘raf, Vers 201) „So möge, wer da will, seiner achthaben.“ (Sure Abasa, Vers 12) „Der da fürchtet, wird (sie) beachten.“ (Sura al-A‘la, Vers 10) „Und an diesem Tage die Hölle herangebracht wird – an diesem Tage möchte der Mensch die Ermahnung annehmen. Aber was nützte ihm dann noch die Ermahnung?“ (Sure al-Fadschr, Vers 23)
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Wie man erkennen kann, ist es einer der größten Pflichten, den Koran zu lesen und darüber nachzudenken. Wenn sie den Koran nicht lesen und nicht darüber nachsinnen, werden sie natürlich nicht erkennen können, wie einfach die Religion ist und deshalb suchen sie nach Hadithen, um die Verbote zu finden, welche angeblich im Koran fehlen. Wenn sie nicht lesen, werden sie Allahs Methode nicht verstehen, und somit werden sie Allahs Wort nicht von den erdichteten Wörtern unterscheiden können. Somit müssen sie an alles Erlogene glauben, was angeblich vom Islam sei und den meisten Schaden bekommen die Frauen und diejenigen ab, die nicht wie sie als Beduinen leben.

Denn die Menschen verdrehen ihre Zungen. „Und einige von ihnen verdrehen wahrlich die Schrift mit ihren Zungen, damit ihr es für einen Teil der Schrift haltet, während es nicht zur Schrift gehört. Und sie behaupten: “Es ist von Allah.” Es ist jedoch nicht von Allah, und sie sprechen mit vollem Wissen eine Lüge gegen Allah aus.“ (Sure Al-Imran, Vers 78) Ermahne drum durch den Koran den, der Meine Drohung fürchtet. (Sure Qaf, Vers 45) Nicht mit einer anderen Quelle.

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