In welchem Zusammenhang stehen die sozialen Medien und der Terror?

0
946

Die Medien wollen das ihre Nachrichten zur Sensation werden, allerdings kann eine sensationelle Nachricht, welches den Medien Einschaltquoten einbringt, eine Propagandamethode von Terrororganisationen sein, die sich das zum Ziel gesetzt haben. Die Organisation möchte häufig nicht mit seiner Aktion Angst einjagen, sondern mit der Wirkung, die die Aktion verursacht. Manchmal geschieht das mit blutigen Aktionen, manchmal mit der Propaganda der Aktionen.

Heutzutage sind die sozialen Medien, aufgrund ihrer Unkontrollierbarkeit, zu einem Bereich geworden, der für die Terrorpropaganda intensiv genutzt wird und für die rücksichtslose Verbreitung von Desinformationen Raum bietet.  Insbesondere die Onlineverbreitung von Fotos in Kriegsgebieten oder Umfeldern, wo der Terror weit verbreitet ist, kann in einem Moment das Urteilsvermögen der internationalen Gesellschaft formen. Diese Verbreitungen können zwar nützlich sein, um ein anderes Bewusstsein auf das Geschehen in diesem Gebiet zu bewirken, allerdings verursacht es einen enorm großen Schaden, da dies mit gestellten Nachrichten geschieht. Es stellt sich zwar nach einer gewissen Zeit heraus, dass die verbreiteten Fotos einem Vorfall in der Vergangenheit entnommen wurden, aber bis die Wahrheit ans Licht kommt, wird in der Gesellschaft die erwünschte Wahrnehmung herbeigeführt.  

Die Desinformation, mit der wir in Syrien, im Irakkrieg und den Gefechten zwischen Israel und Palästina häufig gegenüberstehen, zeigt sich auch nun in der Türkei, wo sich der Terror in den letzten Tagen verbreitet. Der Bezirk Cizre, dass unter der Blockade der Terrororganisation PKK stand, wurde eine 8-tägige Ausgangssperre verhängt und währenddessen haben die Sicherheitskräfte eine umfassende Operation durchgeführt. Aber in der Zeit der Ausgangssperre wurde mit dem Etikett “In Cizre gibt es ein Blutbad” Provokation ausgeübt, und die darauf folgenden grausamen Fotos verursachten sowohl in den türkischen als auch in den internationalen Medien eine kurzzeitige Panik. Es hat sich nach kurzer Zeit herausgestellt, dass das Foto auf dem ein verstorbenes Baby in der Gefriertruhe aufbewahrt wurde, aus Palästina stammt und die verbreiteten Nachrichten über Gräueltaten, die Provokationen der PKK waren. Aber manche internationale Medien, die sich dieser Tatsache noch nicht bewusst sind oder sich nicht bewusst sein möchten, machen mit ihrer willkürlichen Wahrnehmungsmanipulation weiter. Wiederum wird die Türkei aufgrund der Wirkungen der sozialen Medien als ein grausamer Staat dargestellt, der seine kurdischen Bürger umbringt; wieder wird die PKK von vielen Medien als “heldenhafte Krieger” vorgestellt. Die Stimmen der Kurden in der Türkei, die von der PKK unterdrückt werden, hört aber niemand. Es ist schmerzhaft, aber die sozialen Medien sind nicht in den Händen der leidenden Menschen. 

Da die Terroristen ihre Stimme mit der Propaganda verlauten lassen, müssen in den Ländern, in denen der Terrorismus dicht besiedelt ist, die Desinformation und die schmutzige Propaganda mittels der sozialen Medien, schnell erkannt und die richtige Information unverzüglich weit verbreitet werden. Damit die Angst nicht die Gesellschaft beherrscht, die von den Terroristen verursacht wird, muss die Desinformation schnellstmöglich verhindert werden. 

In den Gesellschaften, von denen hier die Rede ist, steht dem Hauptstrom Medien eine besondere Aufgabe zu. Wenn wir wieder ein Beispiel aus der Türkei geben, so haben viele Publikationsorgane, die in der letzten Zeit aufgetretenen Vorfälle, hervorgerufen durch die PKK, und die getöteten Soldaten unter einer traurigen Atmosphäre ausgestrahlt, die Ereignisse wurden mit betrübenden Bekanntmachungen dramatisiert; die Nachrichtensprecher sind dazu übergegangen mit einer besonderen Stimme und Betonung den Eindruck zu erwecken “wir sind am Ende”. Es wurden Szenen ausgestrahlt, worauf die Todeszeremonien für die Märtyrer, Todesmärsche und Menschen zu sehen sind, welche die Särge umarmen. Es ist bekannt, welch eine negative psychische Wirkung ein Todesmarsch in der Gesellschaft hinterlässt, und wie sehr dieser Effekt die Terrorgruppen glücklich macht. Da dies der Fall ist, hat die kommunistische Terrororganisation PKK in letzter Zeit weniger mit den Terrorvorfällen, sondern durch die unbewusste Propaganda seitens mancher Medien einen schmutzigen Vorteil erlangt. Das Ausstrahlen der Bilder von den Leichnamen der Märtyrer hat dazu geführt, dass sich der Eifer der PKK steigerte, das Gewehr gegen die Soldaten zu richten und es entstand der Eindruck, dass die Aktionen erfolgreich waren. 

Obwohl nach unserer Religion ist das Märtyrertum eine Schönheit. Allah möchte, dass die Märtyrer nicht als “Tote angesehen werden” und Er verdeutlicht, dass sie in Allahs Gegenwart in Freude sein werden. In der jetzigen Situation sollte der Märtyrer nicht mit Klagen und Trauerhymnen verabschiedet werden, sondern in Gefolgschaft von Tausenden von Menschen. Der Märtyrer sollte in den Straßen, den Ortschaften und den Dörfern herumgetragen werden; die Ehre des Märtyrers sollte verherrlicht werden, der sich gegen diejenigen gestellt hat, die auf der Erde Unruhe stiften wollen. Diese durch Glaubenskraft zusammengekommene Gesellschaft wird Unfrieden stiftende Gruppen wie die PKK, ernsthaft einschüchtern. Nunmehr ist es in großem Maße ohne Bedeutung für die Terroristen die Waffen gegen die Soldaten zu richten. Denn das Material für ihre Propaganda haben sie verloren. 

Folgendes darf nicht vergessen werden: Wenn Terroristen die Medien und die sozialen Medien für die wirksame Verbreitung ihrer Aktionen, Erregung von Aufmerksamkeit und Beschaffung von Anhängern nutzen können, so ist es möglich, mit der richtigen Verwendung der Medien ein Ende des Terrors herbeizuführen. In diesem Punkt müssen die Medien sensibel vorgehen und in Bezug auf Terrornachrichten das Verständnis der Einschaltquoten und der Konkurrenz beiseitelegen. Man sollte von Anspiegelungen und Bildern absehen, welche die Terrororganisation als stark und mächtig präsentieren. Ganz im Gegenteil, es muss das Image verbreitet werden, dass die Vorfälle in der Gesellschaft nicht wirksam sind, und sogar die Gesellschaft zur Einheit verleitet. Es muss der Eindruck vermittelt werden, dass die Angstgefühle, welches sich die Terroristen erhoffen, keine Akzeptanz in der Gesellschaft finden. Diese Wahrheiten müssen ständig im Gedächtnis behalten werden: Der Terror nährt sich vom Terror. Wenn die Gesellschaft nicht unter Angst steht, so werden die Terrorvorfälle keine Bedeutung mehr haben. 

Die Medien müssen in Erinnerung bringen, dass die Quelle des Terrors immer eine ideologische Philosophie innehat. Das Leben eines Terroristen ist schwer; vielleicht wurde er mit Geld, einem besseren Leben oder mit Versprechen für die Zukunft manipuliert. Es ist immer die Ideologie, die ihm die Gehirnwäsche bereitet. Wenn die Medien in diesem Zusammenhang dem Terror den Kampf ansagen wollen, dann müssen sie hierfür die Ideologie des Terroristen zugrunde richten. Wenn die Ideologie eines Menschen ihn dazu verleitet einen anderen Menschen zu töten, dann ist es offensichtlich, dass diese Ideologie verkehrt ist und auf wissenschaftlicher Ebene einfach gestürzt werden kann. Die Medien können sich dies zum Vorteil machen, indem sie eine wissenschaftliche Methode der Nachrichten verwenden und verschiedene Gelegenheiten nutzen, um die falsche Ideologie der Terroristen zu berichtigen.  

Die Medien sind ein wichtiges Instrument in unseren Händen. Wenn wir die Errettung der Menschheit und das Zugrundegehen des Terrors wirklich wollen, so dürfen wir diese wichtige Möglichkeit nicht in die Hände der Anarchisten übergeben. 

 

NO COMMENTS

LEAVE A REPLY

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.