Die westliche Welt und die große Plage: Der radikale Terror

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Die Terroraktionen und die Gewalt, welches sich insbesondere im letzten Viertel des vorherigen Jahrhunderts verschlimmerte, ist heute nicht mehr ein Problem, welches nur bestimmte Länder oder Regionen plagt. Inzwischen hat es sich zu einer Bedrohung entwickelt, dem man überall auf der Welt begegnen kann. Die letzte Station des Terrors ist Europa. Aufeinanderfolgende Terroraktionen in Europa stehen auf der weltweiten Tagesordnung.

Je suis Charlie
Je suis Charlie

Nachdem am Anfang dieses Jahres 12 Charlie Hebdo Angestellte ermordet wurden, haben die Terroraktionen, die auf verschiedenen Plätzen Europas stattfanden, den ganzen Kontinent in Alarm gesetzt. Neben den Regierungsgebäuden, Zeitungen und Zeitschriften, U-Bahn-Stationen und Einkaufszentren, wurden in Synagogen, Moscheen und Gebetsorte, Stiftungen, Koscher Geschäfte, hohe Sicherheitsmaßnahmen getroffen, da man annimmt, dass dies die vorrangigen Ziele der Terroristen sein könnten. Und die letzteTerrorattacke wurde auf einer Versammlung verübt, die in der dänischen Stadt Kopenhagen in Gedenken, derer die bei Charlie Hebdo Attacke ums Leben kamen. Das zeigte das Ausmaß des Problems, mit dem Europa konfrontiert ist.

Zwei Polizisten und ein Zivilist wurden bei der zweiten Attacke auf eine Synagoge verletzt, welches der ersten Attacke folgte, wobei eine Person starb und drei Polizisten wiederum verletzt wurden. Sehr hohe Sicherheitsmaßnahmen wurden danach in Dänemark eingeführt. Währenddessen wurde in vielen europäischen Ländern, vor allem Belgien und Deutschland, Terrorwahrnungen ausgesprochen und Vorsichtsmaßnahmen gegen mögliche Angriffe eingeleitet.

Während all dies geschieht und der Terror andauert und sich zu einer Hassspirale auf der Welt entwickelt, ist es gewöhnlich, dass meistens unschuldige Menschen aufgrund dieser Ereignisse Leid erfahren und betroffen sind. Denn der Terror, die Anarchie und die Gewalt, welches die schlimmste Plage des Jahrhunderts ist, zielt nicht nur auf die Sicherheitskräfte ab, sondern auch auf unschuldige Menschen. Es beraubt sie ihrer Rechte und Leben, bringt Brüder gegeneinander, macht sie zu Feinden, Nationen und Länder brechen auseinander.

bullet-408636_1280Zweifellos sind Muslime am meisten vom Terror betroffen, sowohl in materieller als auch psychologischer Hinsicht. Radikale Terrorhandlungen, welche seit dem 11. September zu den Hauptthemen auf der weltweiten Tagesordnung geworden sind und fälschlicherweise als “Islamischer Terror” bezeichnet werden, verursachen ernsthafte Besorgnis auf der ganzen Welt, insbesondere in den USA und Europa und versetzen Gesellschaften stark in die Defensive. Aufgrund der unmenschlichen Aktionen der radikalen Terrororganisationen, die sich als die Vertreter des Islams zeigen und einer bigotten Gesinnung nachgehen, welcher mit dem wahren Islam nichts zu tun hat, bringen Menschen im Westen dazu, Muslime als potenzielle Verdächtige zu betrachten. Folglich sind ihre Rechte eingeschränkt und sie sind einer demütigenden Behandlung ausgesetzt.

Was also muss getan werden, um dem radikalen Terror ein Ende zu bereiten, welches die Welt unbewohnbar macht? 

Tatsache ist, dass obwohl die Sicherheitsmaßnahmen manchmal entscheidend sind, um Erfolge gegen die Terrororganisationen zu erzielen, so können diese Organisationen jedoch nicht vollständig aus der Welt geschafft werden. Es ist eigentlich die Wahrnehmung in Bezug auf den Kampf gegen Terror, dass geändert werden muss, mit der Einsicht, dass dieses Problem nicht allein mit Gewalt gelöst werden kann. Der einzige Weg, um eine falsche Ideologie zu vernichten ist die Lehre der richtigen Ideologie. Und der Weg, um den radikalen Terror zu beseitigen ist die intellektuelle Zerstörung der Idee, die die Grundlage für Gewalt und Hass darstellt. Was besonders essentiell ist, man muss zwischen Radikalismus und Islam unterscheiden.

Es gibt keinen Platz für das Verständnis in der radikalen Auffassung der Religion, die auf falschen Hadithen und Aberglauben basiert, die zur Liebe, der Brüderlichkeit, der Zuneigung, der Barmherzigkeit, der Wertschätzung und der Erhabenheit der Frau ermutigt oder zur Kunst und der Wissenschaft anregt. Um es anders zu formulieren, es gibt im bigotten und radikalen Religionsverständnis nichts, dass den Menschen Freude bringt und ihre Welt aufheitert. Im Gegenteil, es gib nur Unterdrückung, Zwang, Gewalt und Unbarmherzigkeit. Radikalismus und Bigotterie sind ein System, dass die Menschen regelrecht ins Grab bringt, bevor sie Tod sind, und berauben ihnen alle Schönheiten.

naechstenliebe
Das brauchen die Menschen – Frieden, Brüderlichkeit und Liebe

Jedoch ist das Ziel des Islams, wie auch bei allen anderen offenbarten Religionen, den Menschen die Liebe zu schenken. Es gibt keinen Platz für Hass, Ärger oder Mord im Koran, dem heiligen Buch des Islams. Es gibt nur Frieden, Brüderlichkeit und das Zusammenleben in Liebe und der Geist der Solidarität und der Einheit. Damit die Gewalt und der Hass, auf die die radikalen Personen beharren, ein Ende finden, muss eine Bildungspolitik gestartet werden, indem die Wahrheit gelehrt wird, dass der Islam auf keine Weise mit dem Radikalismus etwas zu tun hat und dass die Werte, welche das radikale Religionsverständnis verteidigt, nicht mit dem Koran übereinstimmen. Solange die fanatische Idee existiert, wird es den Terror nicht beenden, die islamische Geografie mit Drohnen zu bombardieren, Soldaten in die Region zu schicken, die Anführer der Terrororganisationen zu töten, kurz gefasst, Gewalt mit Gewalt zu erwidern. Im Gegenteil facht es ihn an und wandelt ihn in eine noch größere Gefahr um. Das was eigentlich benötigt wird, ist eine Atmosphäre zu bilden, in der nicht Waffen sondern Ideen sprechen. Es sollte den muslimischen Gesellschaften umfangreich erzählt werden, dass die angeblichen Hadithe, die auf Gewalt basieren, falsch sind, und dass sich Muslime an die barmherzigen, rationalen und mäßigen Werte des Korans halten müssen. Wenn das Bewusstsein der Jugend mit einer Bildung basierend auf dem wahren Islamverständnis geschärft wird, die die Liebe und den Frieden befiehlt, so werden den Radikalen alle Wege versperrt, welche die Jugend zur Gewalt verleiten, indem sie nicht mehr länger sagen können “Ich predige den Islam”. Und mit einer intensiven Bildungskampagne kann die fanatische Philosophie in kurzer Zeit intellektuell abgeschafft werden. Erst dann wird der Frieden, die Brüderlichkeit und die Liebe auf der Welt herrschen, dass wir seit langem missen.

 

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