Unglückliche Länder und Selbstmorde

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Nach dem sich ein 71-jähriger in den vergangenen Wochen in Japan im Zug selbst in Brand gesetzt hatte, kam die Selbstmordrealität an die Tagesordnung, mit dem viele Länder konfrontiert werden. Aufgrund dieses Vorfalls haben sich die Forscher Gedanken über die Selbstmordplage gemacht, dass eine erschreckende Tatsache für Japan geworden ist. Sie versuchten zu verstehen, wie ein älterer Mensch solch ein psychologisches Trauma entwickelt, so dass er sich im Zug selbst anzündet, und warum Japan in Bezug auf die Selbstmordvorfälle auf oberster Stelle steht. 

Die Zahlen waren wirklich besorgniserregend, so dass in Japan im letzten Jahr mehr als 25.000 Personen Selbstmord begangen. Dieser Wert ist natürlich nicht höher als der in Nord- und Südkorea, aber dass die Menschen so häufig in diesem Ausmaß auf bewusste Weise und mit täglich ansteigenden Zahlen zum Selbstmord getrieben werden, erhöhte die Besorgnis.   

Beinahe gleichzeitig mit dem Vorfall in Japan haben drei Mädchen, die mit ihrem 15-jährigen Bruder allein zu Hause waren, Schädlingsbekämpfungsmittel eingenommen und Selbstmord begangen. Dies zeigt wiedermal die Ernsthaftigkeit des Themas.  Es ist offensichtlich, dass die Selbstmordpest keinen Halt vor Jung und Alt macht. 

Auch wenn die Selbstmordraten nicht so hoch sind wie im Fernen Osten, so sind sie jedoch in den USA und in Europa auf besorgniserregende Weise angestiegen. Beispielsweise überstiegen die jährlichen Werte, derjenigen Jugendlichen, die in den USA Selbstmord begingen, um das zweifache der Toten im World Trade Center. Die Information, dass täglich 22 Soldaten in der amerikanischen Armee Selbstmord begehen, ist sehr schockierend. In den USA ist der größte Anteil Militärangehörige, der insgesamt 173.969 Selbstmorde von Erwachsenen in 23 Staaten in der elfmonatigen Periode. An dritter Stelle der Todesgründe in Kanada stehen die Selbstmorde der 15-24-Jährigen. Während Europa und Länder wie Litauen und Ungarn Spitzenreiter bei Selbstmorden sind, führen die jährlich steigenden Selbstmordzahlen die Ernsthaftigkeit des Problems vor Augen. Seitdem die Wirtschaftskrise in Griechenland begonnen hat, stiegen die Werte der Selbstmorde um 35% an. Wenn man diesen Wert allgemein auf den Globus berechnet, so haben die Ergebnisse ein erschreckendes Ausmaß: Gemäß dem Bericht der Weltgesundheitsorganisation begeht jede 40ste Sekunde ein Mensch Selbstmord auf der Welt.

In Ländern wie Japan, die keine religiöse Vergangenheit hat, werden mit der Zeit immer mehr Ältere von den jungen Menschen allein gelassen; die älteren Menschen empfinden sich als nutzlos und gehen davon aus, dass der Versicherungserlös nach ihrem Tod ihren Hinterbliebenen mehr bringen würde, so die Begründung. In einem Land sind Selbstmorde verbreitet, wo der Atheismus vorherrscht und der Selbstmord nicht als Sünde betrachtet wird, und zudem der Begriff “Bestrafung nach dem Tod” nicht existiert. Wieder haben nicht religiöse Beurteilungen dazu geführt, dass die jungen Menschen ihre eigenen Eltern als Last ansehen. Diese schockierende Sichtweise hat sich auch auf das Leben der jungen Menschen reflektiert. Japanische Delegierte beobachten, dass die japanische Jugend von Tag zu Tag immer mehr Selbstmord begeht; denn sie leben in 1-Zimmer-Wohnungen, ähnlich wie eine Box, fern vom kompletten sozialen Leben und den Begriffen wie Treue und Freundschaft; im Allgemeinen sind sie zwar mit der Technologie sehr vertraut aber unglücklich.

despair-513529_1280Der Zustand in Europa ist nicht anders. Verlassene ältere Menschen, keine Freude an zwischenmenschlichen Beziehungen, Asozialität, und die unglückliche junge Generation verleiten die Menschen zugleich nacheinander zum Selbstmord.  

Aufgrund dieser erschreckenden Situation versuchen nun die Länder, verschiedene Vorkehrungen zu treffen. Japan strebt ein Ende der Selbstmorde bis 2017 an. Dieser Plan nennt sich “Die weiße Akte gegen Selbstmord” und besteht aus neun Phasen. Teile der Vorkehrungen sind das Errichten von Hilfehotlines und in den Gegenden, wo Selbstmord begangen wird, das Aufstellen von Paneelen mit Notizen, welche die Personen vom Selbstmord abbringen sollen. In Europa und Amerika werden dagegen problematische Personen im Allgemeinen an Psychiater weitergeleitet, die sie davon abbringen sollen Selbstmord zu begehen. Während man sich erhoffte, dass die getroffenen Vorkehrungen die Selbstmordvorfälle verringern würden, ist trotzdem ein Anstieg der Selbstmordrate zu verzeichnen.  

Selbstmord ist im Allgemeinen ein Zeichen der Ziellosigkeit, Lieblosigkeit, Unglück und Hoffnungslosigkeit, die die Person in sich erlebt. Auch wenn psychologische Berater oder Hilfehotlines einen Menschen für eine bestimmte Zeit von seinem Vorhaben abbringen, können sie der Person die Hoffnung und die Lebensfreude nicht anbieten. Ein Mensch, der heute vom Selbstmord absieht, könnte bei der kleinsten Depression wieder Selbstmordgedanken hegen.  

Der einzige Weg, um der Seele die notwendige Hoffnung und den Lebenszweck übermitteln zu können, ist ihr zu zeigen, dass es kein sterbliches Wesen ist. Die Menschenseele ist ein ewiges Wesen und diese Welt ist für die ewige Seele nur eine befristete Unterkunft. Das endlose Leben, welches eine endlose Seele ersehnen würde, sollte fern von Schwierigkeiten und Strapazen sein. Alles was sich die Seele wünscht und ihr angeboten wird, sollte das Reich der Glückseligkeit sein. 

Allah verspricht ein solches Leben im Paradies. Aber wenn ein Mensch keinen Glauben an das Jenseits hat, sich als jemanden betrachtet, der von der Welt ziehen wird, keine Hoffnungen in der Zukunft sieht, und durch die Lieblosigkeit anderer Menschen unglücklich geworden ist, Zweifel an der Existenz Allahs hegt, und wenn er nicht versteht, dass Selbstmord die Tötung eines Menschen bedeutet, und dass auch das Töten verboten ist, dann ist es ein zu erwartender Zustand, dass derjenige mit schwierigen psychologischen Problemen kämpfen muss. 

Es ist nicht verwunderlich, dass ein Mensch, der solch einen Zusammenbruch erlebt, die Älteren nicht beschützen möchte, und fern vom sozialen Leben ist und es bevorzugt in einer dunklen Schachtel zu leben. In diesem Zusammenhang müssen die Länder, die mit dem Selbstmordproblem kämpfen müssen, den Menschen die Existenz Allahs, dem Herrn aufzeigen, der sie jeden Moment liebt, beschützt, beaufsichtigt, dem Besitzer über alles und allerorts. Sie können die Menschen mit Hilfehotlines und aufgehängten Paneelen an Abgründen nicht vom Selbstmordgedanken abbringen. Der herrschende Schöpfer über das ganze Universum sagt dem Menschen, er sei ihm näher als seine Hauptschlagader. Es darf nicht vergessen werden, dass ein einziges Element den Ländern Freude und Wohlstand einkehren lassen wird, und das ist die Religiosität. Gesellschaften, die eine Lösung außerhalb der Religiosität suchen, werden von den erschreckenden Ergebnissen der gesellschaftlichen Plagen nicht erlöst werden, so sehr sie auch versuchen technische Vorkehrungen zu treffen.

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